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24. Juni 2026
Kita Postreitweg nimmt an Manifesta 16 Ruhr teil
Kunstprojekt inszeniert vom 21. Juni bis zum 04. Oktober 2026 Ausstellungen und Projekte in zwölf leerstehenden Nachkriegskirchen im Ruhrgebiet. Der Eintritt ist kostenlos.

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Kunstprojekt inszeniert vom 21. Juni bis zum 04. Oktober 2026 Ausstellungen und Projekte in zwölf leerstehenden Nachkriegskirchen im Ruhrgebiet. Der Eintritt ist kostenlos.
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Kita Postreitweg nimmt an Manifesta 16 Ruhr teil
Kunstprojekt inszeniert vom 21. Juni bis zum 04. Oktober 2026 Ausstellungen und Projekte in zwölf leerstehenden Nachkriegskirchen im Ruhrgebiet. Der Eintritt ist kostenlos.
Dreißig Kinder der Kita Postreitweg in Essen-Frohnhausen nahmen an dem Kunstprojekt der Manifesta teil. Auch Mütter und Großeltern machten mit. Die Markuskirche in Essen-Frohnhausen ist eine der wenigen teilnehmenden evangelischen Kirche. Das Besondere: Sie ist noch in Betrieb.
Am ersten Tag schauten sich die Kinder zunächst die kleinen Fenster der Kirche von außen an, die ein schönes Muster ergeben. Künstlerin Janne von den Künstlern Pele aus Portugal machte ein kleines Suchspiel mit ihnen: Im Vorfeld zeichnete sie drei kleine Fenster ab und fertigte daraus Schablonen. Die Kinder mussten nun exakt diese drei Fenster suchen, bevor sie im Anschluss jeweils ein eigenes Fenster aussuchten und abzeichneten. Daraus wurden weitere Schablonen gefertigt.

Im Anschluss wurden diese auf Holzwerke übertragen, die bereits im Vorfeld für den neuen Begegnungsraum „Kirchplatz“ von einer Schulgruppe, Senior*innen der Adolphi –Stiftung, Nachbarn und Gemeindemitgliedern gefertigt wurden - unter anderem mobile Sitzplätze, mobile kleine Hochbeete, ein Holzauto, eine Sammelwand für Wünsche, eine Katze zum Reiten und ein Wasserbecken für die Füße.

Die Kinder konnten nun mit beiden Farben Lila und Türkis, die auch in der Kirche wieder zu finden sind, die kleinen Fenster per Schablone auf Sitzbänke und Hochbeete übertragen.

Um Restmüll zu vermeiden, wurden am zweiten Tag Holzreste, die während der Arbeiten übriggeblieben sind, geschliffen und bemalt. Aus ihnen sollen Bausteine entstehen. Natürlich wurden auch hier wieder die beiden Farben Lila und Türkis verwendet.
Über das Gemeinschaftskunstprojekt:
Das Pele Collective betrachtet die Transformation der Markuskirche als Chance. Ungeachtet der sich wandelnden Bedeutung der Kirche steht sie nach wie vor im Zentrum einer Nachbarschaft, umgeben von einem Kindergarten, einem Pflegeheim, einer Schule sowie Hunderten privaten Gärten und Häusern. Dank dieser Lage könnte das Gebäude dazu genutzt werden, einen engeren Austausch innerhalb der Gemeinschaft- und insbesondere zwischen den Generationen- zu fördern. Während der Aufbau- und Eröffnungsphase der Manifesta 16 Ruhr schuf Pele Collective vor der Kirche einen Treffpunkt im Freien, der von der Idee einer Arche inspiriert ist. Die Struktur dient als Veranstaltungsort und beherbergt zudem ein Archiv mit Pflanzen aus den nahegelegenen Kleingärten. Damit soll die reiche Artenvielfalt der Gegend erfasst und bewahrt werden. Form und Nutzung von Arca wurden im Dialog und in Zusammenarbeit mit den Menschen aus der Nachbarschaft festgelegt. Dieser Prozess- das Gespräch, die Gestaltung, die Archivierung- bietet den Menschen die Möglichkeit, über die Geschichte des Viertels nachzudenken und an seiner Zukunft mitzuwirken.
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